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Magdalena Schmid gewinnt European Design Award in Bronze

Die Absolventin der Fakultät für Gestaltung überzeugte die Jury mit ihrer Bachelorarbeit zum Thema Todesstrafe

 
Magdalena Schmid hat bei der Verleihung der European Design Awards in Luxemburg einen Award in Bronze in der Kategorie Student Project erhalten. Foto: Pancake! photographie
20.06.2023
Tallinn

Anfang Juni wurden in Luxemburg im Rahmen des European Design Festivals die diesjährigen European Design Awards vergeben. Magdalena Schmid, Absolventin des Studiengangs Kommunikationsdesign an der Fakultät für Gestaltung der Technischen Hochschule Augsburg (THA), wurde dabei für ihre Bachelorarbeit „No one wins tonight – Living with the death penalty“ mit einem Bronze-Award in der Kategorie Student Project ausgezeichnet.

 

Die European Design Awards (ED-Awards) werden seit 2007 jährlich von einem Verbund europäischer Fachmagazine vergeben. Die Jury setzt sich aus Designjournalist:innen, Herausgeber:innen und Redakteur:innen der Branche zusammen. Ausgezeichnet werden herausragende Designleistungen aus ganz Europa.

Im Rahmen ihrer Bachelorarbeit setzte sich Magdalena Schmid im Wintersemester 2022/2023 mit der Todesstrafe in den Vereinigten Staaten von Amerika auseinander und gestaltete dazu ein Buch. Darin enthalten sind unter anderem eine Liste mit allen Personen, die von 1972 bis 2021 in den Vereinigten Staaten von Amerika zum Tode verurteilt wurden, sowie 21 Berichte von Betroffenen: von Inhaftierten und ihren Angehörigen, aber auch von Hinterbliebenen der Opfer. Betreut wurde Schmid bei der Arbeit von Jörg Fokuhl und Prof. Maurice Göldner.

Magdalena Schmid sagt: „Nur wer am eigenen Leib erfahren hat, was es bedeutet, jemand geliebten durch einen Mord zu verlieren, jemand geliebten durch eine Exekution geplant zu verlieren oder selbst Jahrzehnte lang gefangen zu sein und sein restliches Leben lang auf den Tod zu warten, kann das System Todesstrafe wirklich nachvollziehen. Ich möchte in meinem Buch das Thema von verschiedenen Seiten beleuchten und Betroffenen eine Stimme geben: eine Stimme, die von Trauer, Schmerz, Liebe, Reue und Vergebung sprechen darf. Eine Stimme, die uns die Augen öffnen kann, dass die Todesstrafe nur noch mehr Leid anrichtet und keinerlei Chancen auf Heilung beider Parteien bietet.“

 
Einblick in das Buch "No one wins tonight. Living with the death penalty"
Einblicke in das Buch No one wins tonight – Living with the death penalty: Das Buch beinhaltet unter anderem 21 Berichte von Inhaftierten, ihren Angehörigen und Opferangehörigen.
Fotos: Magdalena Schmid
Einblick in das Buch "No one wins tonight. Living with the death penalty"

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