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Simon Merz erhält Kulturpreis Bayern

Die Bayernwerk AG zeichnet den Absolventen der Hochschule Augsburg aus

 
Staatsminister Bernd Sibler, Simon Merz und Reimund Gotzel, Vorstandsvorsitzender der Bayernwerk AG bei der Preisverleihung. Foto: Bayernwerk AG
Staatsminister Bernd Sibler, Simon Merz und Reimund Gotzel, Vorstandsvorsitzender der Bayernwerk AG bei der Preisverleihung. Foto: Bayernwerk AG
27.11.2019
München

Simon Merz hat den Kulturpreis Bayern des Bayernwerks für seine Masterarbeit im Studiengang Design- und Kommunikationsstrategie mit dem Titel „Meta – Publizieren als Kunstwerk“ erhalten. Der Ravensburger ist einer von 33 Absolventen staatlicher bayerischer Hochschulen und Universitäten, die am 21. November im Münchener Brauhaus am Nockherberg mit der Bronzestatue „Gedankenblitz“ geehrt worden sind. Der Preis ist mit 2.000 Euro dotiert. Überreicht wurde er von Reimund Gotzel, Vorstandsvorsitzender der Bayernwerk AG, und Staatsminister Bernd Sibler. Mit dem Kulturpreis Bayern hat das Bayernwerk gemeinsam mit dem Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst nun schon zum 15. Mal herausragende Leistungen in Kunst und Wissenschaft ausgezeichnet: Den Preis erhalten die 33 besten Absolventen staatlicher bayerischer Hochschulen, fünf Kulturschaffende und ein Sonderpreisträger.

 

„All unsere Preisträger gestalten die Kultur, Wissenschaft und Kunst Bayerns aktiv mit und setzen Impulse für unsere Zukunft. Der Kulturpreis Bayern ist ein Zeichen der Würdigung und des Dankes dafür“, erklärte Reimund Gotzel. Die Arbeiten der Absol-venten und Doktoranden kommen aus unterschiedlichen Fachbereichen. Sie bilden ein großes Spektrum gesellschaftlich relevanter Themen ab.

Publizieren als Kunstwerk

Als Designer gesellschaftliche Veränderungsprozesse mitgestalten und dafür innovative Lösungen konzipieren – das sind die Inhalte des Studiengangs „Design- und Kommunikationsstrategien“ an der Hochschule Augsburg. Simon Merz’ Masterarbeit behandelt den Publikationsprozess eines Künstlerbuches und ist dabei selbst ein Kunstwerk: Auf den ersten Blick handelt es sich um ein leeres Buch. Jede Seite muss der Leser an einer perforierten Falz aufreißen, fast zerstören. Erst dann zeigen sich ihm die Texte und Bilder.

Der Absolvent zeigt, wie Künstler durch die Digitalisierung in der Lage sind, den Publikationsprozess selbst zu übernehmen und in ihre künstlerische Praxis zu integrieren. Durch die materielle Form seiner Publikation macht er für den Leser erfahrbar, was sonst im Hintergrund bleibt: den Publikationsprozess. Die Masterarbeit wurde als Künstlerbuch veröffentlicht und ist ausverkauft. Künftig möchte Simon Merz seinen Mini-Eigenverlag für Künstlerbücher weiter ausbauen und später an Universitäten und Hochschulen lehren.

Kulturpreis Bayern

Neben den 33 besten Absolventen wurden folgende fünf Kunstpreisträger ausgezeichnet: das Musikerduo Coconami, der Bildhauer Sebastian Kuhn, die Schauspielerin Juliane Köhler, die Dellnhauser Musikanten und der Kabarettist Django Asül. Den Sonderpreis des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst erhielt der Schauspieler und Kabarettist Ottfried Fischer. Überreicht wurde der Preis von Staats-minister Bernd Sibler. Die fünf Preisträger in der Sparte Kunst werden von einer Fachjury ausgewählt.

Außerdem verleiht das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst im Rahmen des Kulturpreises Bayern einen Sonderpreis. Die 33 Preisträger der bayerischen Hochschulen und Universitäten werden von ihrer jeweiligen Hochschule benannt. Der Kulturpreis Bayern ist in der Sparte Kunst mit je 5.000 Euro dotiert, in der Sparte Hochschulen mit je 2.000 Euro. Alle Preisträger erhalten die vom Schwandorfer Bildhauer Peter Mayer geschaffene Bronzeplastik „Gedankenblitz“. Den Kulturpreis Bayern verleiht das Bayernwerk in Partnerschaft mit dem Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst seit 2005. Er geht auf den Kulturpreis Ostbayern zurück, der erstmals im Jahr 1959 verliehen wurde. In der Tradition der Unternehmensgeschichte des Bayernwerks erfolgt die Würdigung kultureller und wissenschaftlicher Leistungen ununterbrochen seit 60 Jahren.