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Festakt: 300 Jahre Fakultät für Gestaltung

Hochschule Augsburg gibt den Auftakt zur Festwoche

 
Festakt im Kleinen Goldenen Saal. Foto: Peter Erber
03.05.2010

Mit einem Festakt im Kleinen Goldenen Saal hat die Hochschule Augsburg die Feierlichkeiten zum 300-jährigen Bestehen der Fa-kultät für Gestaltung begonnen. In der Gründung der Reichsstädtischen Kunstakademie in Augsburg im Jahr 1710 liegen zugleich die Wurzeln der Hochschule Augsburg – insbesondere der Fakultät für Gestaltung begründet. Sie ist damit die älteste Einrichtung der Hochschule Augsburg.

 

Festredner Bernd Röck aus Zürich ließ für alle Anwesenden ein Stück Ge-schichte und Hochschulgeschichte lebendig werden. Im Jahr 1710 hatten die Ratsherren der Stadt Augsburg die Protestantische Akademie des Künstlers Joachim von Sandrart unter gesamtstädtische Obhut gestellt. An ihr war erst-mals in Augsburg professioneller Zeichenunterricht für Maler und Kupferstecher erteilt worden. Diesen Umstand kommentierte Oberbürgermeister Kurt Gribl in seiner Glückwunschrede: „Die Entscheidung des Rates bündelte ge-wissermaßen die Stärken der Stadt jener Epoche – die religiöse Toleranz, die reiche Handwerker-Tradition und die vielfältigen künstlerischen Einflüsse der Freien Reichsstadt aus den Niederlanden und aus Italien.“

Von der Kunstakademie zur Hochschule

1808 war es zunächst vorbei gewesen mit der Reichsstädtischen Kunstaka-demie, aus der wenige Jahre später die Königliche Kunstschule wurde und die 1835 in die neue Polytechnische Schule eingegliedert wurde. Erstmals waren damit in Augsburg Künstler und Techniker unter einem Dach vereint. Nach einigen weiteren Auseinanderentwicklungen und Neuanfängen war schließlich mit der Zusammenlegung des Rudolf-Diesel-Polytechnikums und der Werk-kunstschule in Augsburg die vom Freistaat Bayern übernommene Fachhoch-schule entstanden, die am 1. August 1971 an den Start ging. Als Hochschule Augsburg bietet sie heute fast 20 Studiengänge für insgesamt rund 4.000 Stu-dierende.

Die enge Verbindung zu den Stadtvätern habe damals wie heute Gültigkeit, betonte Hochschulpräsident Schurk im Rahmen des Festakts: „Als regionale Bildungseinrichtung mit bayern- und in mancher Hinsicht deutschlandweiter Strahlkraft, bezieht die Hochschule und auch ihre Vorgänger Stärke und Gestalt nicht ohne die Stadt, in die sie seit jeher als feste Bildungsinstanz und Motor der Bildung eingebettet war und ist.“

Zweifache Verleihung der Ehrenmedaille

Der Festakt wurde zum Anlass genommen, um zwei Persönlichkeiten gebüh-rend zu danken, die sich um die Entwicklung der heutigen Fakultät für Gestal-tung besonders verdient gemacht haben. Eine Auszeichnung für Ihren beson-deren Einsatz für Design und Kunst erhielten aus der Hand von Jens Müller, dem Dekan der Fakultät für Gestaltung, Wolfgang Heubisch und Margaretha Krämer, ehemalige Lehrbeauftragte der Fakultät.

Wolfgang Heubisch, der bayerische Staatsminister für Wissenschaft, Forschung und Kunst betonte: „Kunst und Wissenschaft haben viele Berührungspunkte und sollten einander mit großer Aufmerksamkeit begegnen. Schließlich sind beide die innovativen Kräfte unserer Gesellschaft.“ Für das Zusammenspiel von Wissenschaft und Kunst könne gerade die Hochschule für angewandte Wissenschaften einen wertvollen Beitrag leisten, dank ihrer Innovationskraft und ihrer Flexibilität.

Weitere Veranstaltungen im Rahmen der Festwoche

Den Auftakt der Festwoche läutete Das Kammerorchester des Gymnasiums bei St. Stephan unter der Leitung von Ulrich Graba mit klangvoll festlicher Musik ein. Eine Reihe von Veranstaltungen folgen: Die Firmenkontaktmesse Pyramid, die sich am Dienstag, den 4. Mai zum 20. Mal stattfindet, ein internationaler Tag am Mittwoch, fakultäre Veranstaltungen am Donnerstag, das große Studierenden-Open-Air am Freitag und der Tag der offenen Tür mit Alumni-Treffen am Samstag, dem 8. Mai.