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- V r o w e n d i e n s t
P r o l o g
Strophe 1 - 7
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Ulrich von Liechtenstein, Frauendienst,
Niederösterreich, Ende des 13. Jahrhunderts
(Cgm 44, Bl. 1r, Bay. Staatsbibliothek München)
- 1
- Den guoten wîben sî genigen
von mir, swie sî mich doch verzigen
nâch dienest ofte ir lônes hânt.
her, waz si tugent doch begânt!
- 5
- der werlde heil gar an in stât.
ich wæn, got niht sô goutes hât
als ein guot wîp: daz ist alsô:
des stât ir lop von schulde hô.
- 2
- Man muoz mirs jehen, wan ez ist wâr,
daz wîbes güete niemen gar
volloben an ein ende mac.
ir lop sich breitet als der tac.
- 5
- wâ endet sich der sunne schîn?
swer mir daz ûf die triwe sîn
kan gesagen, dem muoz ich jehen,
daz er vil verre hab gesehen.
- 3
- Ir schîn durchliuhtet elliu lant:
dâ von ist mir vil unbekant
ir schînes sprunc, ir schînes ort.
sich endent sanfter elliu wort,
- 5
- und swindent lîchter elliu jâr,
ê daz der wîbe güete gar
und ouch ir hôhe werdekeit
mit worten werde gar volseit.
- 4
- Wie sol man des vol zẹ ende komen,
des ende nimmer wirt vernomen
und daz für wâr niht endes hât?
alsô diu werlt nu gar zergât,
- 5
- dannoch ist der wîbe brîs
ze himel und in paradis;
dâ von mîn sin und mîn gedanc
in lop ze sprechen ist ze kranc.
- 5
- Wîp sint reine, wîp sint guot,
wîp sint schne und wol gemuot,
wîp sint guot für senediu leit,
wîp die füegent werdecheit,
- 5
- wîp die machent werden man.
wol im, der daz verdienen kan,
daz sî im bietent vriundes gruoz!
dem wirt vil maniger sorgen puoz.
- 6
- Wîp sint hôher sælden rîch,
den engeln nie niht sô gelîch
wart alsam ir schner lîp.
ein tugentriche reine wîp,
- 5
- diu sich vor wandel hât behuot,
diu hât für wâr wol engels muot:
ir lîp hât ouch wol engels schîn:
daz nim ich ûf die triwe mîn.
- 7
- Nâch disem lob sô heb ich an
ein mære als ich beste kan.
in gotes namen ich ez hebe
und wünsche des, daz er iu gebe
- 5
- gegen mir sô zühterichen muot,
daz ez iuch alle dunke guot.
sô wirt mîn arbeit nicht verlorn.
ich hab daz liegen dran versworn.
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