zirkulär, reduktiv und schön

 

Unsere verschwenderische und umweltzerstörende Nutzung von Materialien und Ressourcen beim Bauen löst aktuell eine Sinn-Debatte aus. Zirkulär, reduktiv und schön: Diese altbekannten Tugenden erfahren in Deutschland und international mehr Aufmerksamkeit als die Beantwortung der Frage, wie wir mit erheblich weniger negativen Folgen bauen können.
Mehr und mehr Menschen erkennen das Potential und auch den gestalterischen Genuss, der mit einer radikalen Diskursänderung einhergeht. Aber wie geht das konkret? Wir werfen einen Blick auf die Architektur-Praxis, auf die Architektur-Theorie, sowie auf die mit Preisen ausgezeichnete Architektur-Baumaterial Start-Up Szene.

 
16.11.2021, 19:30
Zoom

Fassadenelemente aus Muschelkalk, Glasbrüstungen, Granitfliesen und Betonplatten von einem Karstadt-Gebäude in Berlin. Das sind nur einige Materialien, die auf der Plattform Concular im Angebot sind. Warum muss man eigentlich etwas Neues kaufen, wenn man die gleichen Materialien auch wiederaufbereitet erhält? An diesem Abend setzen wir uns sehr konkret mit dieser Frage auseinander.

Reuse Now! Circular Economy in der Baubranche.

#2 Reuse Now! Circular Economy in der Baubranche.

 

Dominik Campanella, Concular

In einer zirkulären Wirtschaft fragen immer mehr Architekt:innen: Woher bekomme ich zirkuläre Bauteile? Und das in größeren Mengen und planbar vor dem Einbau? Europas größter Marktplatz für wiedergewonnene Baustoffe wurde von einem deutschen Start-Up gegründet und bietet Antworten auf diese immer wichtiger werdenden Fragen.

Das Start-Up Concular unterstützt die Baubranche im Prozess, ressourceneffizient und CO2-neutral zu werden und hat mit seiner Arbeit bereits viel Aufmerksamkeit und Preise gewonnen. Auf einem Marktplatz vermittelt das Start-Up zirkuläre Baustoffe von Gebäuden ab 3.000 bis zu 50.000 m2. Es agiert aber auch in beratender und begleitender Funktion hinsichtlich der Baustoffe, um die Hindernisse der Wiederverwendung zu identifizieren und Lösungen mit lokalen Partnern zu erarbeiten: Rückbau, Wiederaufbereitung, Zertifizierung oder eine Gewährleistung werden mit diesen besprochen und geregelt.

Der Mitgründer Dominik Campanella erzählt an diesem Abend über seine Erfahrungen und die Zusammenarbeit mit Architekt:innen und Auftraggeber:innen. Welche Möglichkeiten gibt es konkret, wenn wir nach Angebot und nicht nach Nachfrage planen? 

Die Kreislaufwirtschaft ändert die Entwurfsmethode in der Architektur radikal: Nach dem Prinzip “form follows availability” werden bereits in Wettbewerbsphasen besondere Bauteile mit eingeplant: Die feine ovale Treppe oder das besondere Fassadenelement. Die vorhandenen Bauteile prägen den Entwurf und begeistern.

Teilnahme

 

Interessierte können via Zoom an der Veranstaltung teilnehmen.

Meeting-ID: 931 7703 9200
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